Diagnostik- & Forschungs- (D&F) Institut für Pathologie

Hier finden Sie wichtige Hinweise in Bezug auf die Fixation von Gewebe sowie alle Einsendeformulare des Institutes.

Wichtige Hinweise

Fixation von Präparaten

  • Das beste Fixationsmittel für histologische Untersuchungen ist neutral gepuffertes 10 %iges Formalin (dies ist gleichbedeutend mit neutral gepufferter 3,7%iger wässriger Formaldehydlösung) . Das Volumenverhältnis Gewebe:Formalin sollte mindestens 1:5 betragen, besser 1:10.
  • Einsendungen müssen stets in einem gut verschlossenen, ausreichend großem Gefäß erfolgen. Großer Gewebeproben bzw. Organe müssen in ausreichend großen Gefäßen in Formalin verschickt werden. Wird die Proben in zu kleinen Gefäßen fixiert, wird das Volumenverhältnis Formalin:Gewebe mit mindestens 5:1 nicht eingehalten und es kann zur Autolyse und somit zur Unbefundbarkeit kommen.
  • Der Einsendeschein muss folgende Angaben umfassen:
    • Lokalisation
    • Angaben zu topographischen Markierungen (Fäden)
    • kurze Anamnese
    • klinische Diagnose
    • klinische Fragestellung
  • Fehlende bzw. unleserliche Angaben schaden eventuell Ihren Patient*innen!
  • Andere Fixationen bzw. Behandlung erfordern: Beckenkammstanzen, Lymphknoten, zytologisches Material.

Unbedingt zu beachten

  • Gewebe nicht mit der Pinzette oder Klemme quetschen.
  • Nicht zu kleine Gefäße benutzen. Nach Fixation kann man die Gewebe oft nicht mehr aus den Gefäßen herausnehmen.
  • Für die "Fixation" kein Aqua dest, Kochsalz oder Zellkulturmedium benutzen.
  • Bitte keinesfalls die Präparate willkürlich zerschneiden. Die Beurteilung der chirurgischen Resektionsränder sowie der anatomischen Zusammenhänge wird dadurch erschwert und in manchen Fällen unmöglich gemacht. Im schlimmsten Falle ist bei einem Malignom eine exakte TNM-Klassifikation nicht mehr möglich: aus R1 oder R0 wird dann RX.

Folgende Präparate werden vor der Fixation aufgeschnitten

  • Darmpräparate inkl. Ösophagus längs öffnen, wobei unbedingt darauf zu achten ist, dass nicht im Bereich eines eventuell vorhandenen Karzinoms hineingeschnitten wird.
  • Uterus wird von vorne einmal längs eingeschnitten.
  • Magen wird von vorne an der großen Kurvatur geöffnet und auf einer Korkplatte aufgespannt.
  • Harnblase wird von vorne geöffnet und auf einer Korkplatte aufgespannt.
  • Gallenblase wird geöffnet.

Einsendung von Schnellschnittmaterial

  • Die Indikation zum so genannten Schnellschnitt besteht nur bei einer intraoperativen Konsequenz!
  • Der Missbrauch der Schnellschnittuntersuchung zur Diagnose kleiner Biopsien kann Ihren Patient*innen schaden, da eventuell spärliches Material in der Schnellschnitt-Untersuchung verbraucht wird und für eine weitere Untersuchung im Paraffin und damit besserer Gewebsmorphologie nicht mehr zur Verfügung steht. In solchen Fällen müssen die Patient*innen erneut biopsiert werden.
  • Schnellschnittmaterial soll immer und unbedingt:
    • so schnell wie möglich
    • eisgekühlt und
    • unfixiert (Eine Formalinfixation macht das Schneiden unmöglich!)
    • zum Institut gebracht werden.